Entfernungspauschale 2021-2023

Durch das Gesetz zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 im Steuerrecht vom 21. Dezember wurde die Entfernungspauschale ab dem Jahr 2021 um 5 Cent auf 0,35 EUR und ab dem Jahr 2024 um weitere 3 Cent auf 0,38 EUR angehoben. Die Anhebung gilt erst ab dem 21. Entfernungskilometer und ist bis zum Jahr 2026 befristet.
Für jeden Arbeitstag, an dem der Arbeitnehmer seine erste Tätigkeitsstätte aufsucht, werden die Aufwendungen – unabhängig vom benutzten Verkehrsmittel und von der Höhe der Aufwendungen – mit der gesetzlichen Entfernungspauschale berücksichtigt. Die Entfernungspauschale beträgt 0,30 EUR pro vollen Kilometer der Entfernung (maßgeblich ist hierfür regelmäßig die kürzeste Straßenverbindung).
Für die Jahre 2021 bis 2023 gilt ab dem 21. Entfernungskilometer eine erhöhte Entfernungspauschale von 0,35 EUR und für 2024 bis 2026 von 0,38 EUR für jeden weiteren vollen Kilometer.
Der Abzug der Aufwendungen ist grundsätzlich auf einen Höchstbetrag von 4.500 EUR kalenderjährlich begrenzt. Ein höherer Betrag wird nur berücksichtigt, soweit der Arbeitnehmer einen eigenen oder zur Nutzung überlassenen Kraftwagen benutzt. Sie müssen durch geeignete Unterlagen nachweisen oder glaubhaft machen, dass Sie die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte mit dem eigenen Kraftwagen selbst zurückgelegt haben. Ein Nachweis der tatsächlichen Aufwendungen ist nicht erforderlich. Mit der Entfernungspauschale sind alle Aufwendungen abgegolten. Eine Ausnahme gilt nur für Unfallkosten.
Nur in bestimmten Ausnahmefällen können an Stelle der Entfernungspauschale die höheren tatsächlichen Kosten berücksichtigt werden. Dies gilt z. B. bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel sowie bei Behinderten, deren Grad der Behinderung mindestens 70 bzw. weniger als 70 aber mindestens 50 beträgt und bei denen eine erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr (Merkzeichen "G") vorliegt. Geeignete Unterlagen für den Nachweis der Fahrten sind z. B. ein ordnungsgemäß geführtes Fahrtenbuch, Kundendienst- und Reparaturrechnungen, TÜV-Berichte etc., aus denen die Kilometerleistung des benutzten Kraftwagens ersehen werden kann.
Die Entfernungspauschale wird – unabhängig von der Art, wie Sie zur Arbeitsstätte gelangen – nach den Entfernungskilometern berechnet. Auch bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel sind deshalb die Entfernungs- kilometer (regelmäßig für die kürzeste benutzbare Straßenverbindung) anzugeben. Sind die tatsächlichen Kosten für öffentliche Verkehrsmittel höher als die Entfernungspauschale, so werden diese berücksichtigt. Deshalb sollten die tatsächlichen Aufwendungen für öffentliche Verkehrsmittel auch stets in der Einkommensteuererklärung (Anlage N) angegeben werden.
Das Anwendungsschreiben des BMF zu den Entfernungspauschalen ab 2021 finden Sie hier: [LINK]https://www.tinyurl.com/ycks7f2e[/LINK]
Quelle: Finanzamt Bayern

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